SICK Förderpreise an der TUHH – Auszeichnung des Ingenieurnachwuchses 2017-09-14T16:37:17+00:00

Project Description

Junge Menschen fördern und auch dazu animieren, mit ihren hervorragenden Leistungen in den MINT-Wissenschaftsbereichen den technischen Fortschritt mitzugestalten – dazu sollen die SICK Förderpreise an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) beitragen. Zur Förderung der Ingenieur- und Naturwissenschaften vergibt die Gisela und Erwin Sick Stiftung daher Preise für herausragende Arbeiten zum Thema „technisch-wissenschaftlicher Fortschritt zum Vorteil von Mensch und Gesellschaft“. Bei der Vergabe der Forschungspreise wird sowohl auf grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse als auch auf die technische Praxisrelevanz Wert gelegt. Gewürdigt wird dabei besonders die Entwicklung innovativer Sensorik-Technologien zur positiven Veränderung innerhalb der Arbeitswelt in den Bereichen Prozess-, Fabrik- oder Logistikautomatisierung sowie im Umweltschutz.

Die Preisträger 2017

Der mit 6.000 Euro dotierte SICK Förderpreis ging an Dr. Thomas Waterholter für seine Dissertation „Continous-wave Doppler-Lidar using a synthetic broadband laser source“. Die Arbeit liefert neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der optischen Verfahren (Lidar-Verfahren) zur Fernmessung von Abständen, Geschwindigkeiten und atmosphärischen Parametern, die zum Beispiel auch zur Erfassung von Windfeldern im Umfeld von Windkraftanlagen eingesetzt werden können.

Lisa Sophie Egger

erhielt 3.000 Euro für ihre Masterarbeit „Simultative Entwicklung und experimentelle Validierung eines Regelungskonzeptes für enzymatisch katalysierte reaktive Trennwandkolonnen“. Diese beschäftigt sich mit der Produktaufreinigung in der chemischen Industrie, also der Trennung eines Gemisches verschiedener chemischer Stoffe. Für diesen Prozess, der einen Großteil der Energiekosten und Treibhausgasemissionen verursacht, hat die Preisträgerin ein Regelungskonzept entwickelt, das eine 30-prozentige Energieeinsparung ermöglicht.

Die Bachelorarbeit von Reent Schlegel zum Thema „Kooperative Lokalisation in drahtlosen Netzwerken“ wurde mit 1.000 Euro ausgezeichnet. Im Fokus dieser Arbeit stehen neu entwickelte Sensornetzwerke. Da Lokalisationsverfahren wie GPS in geschlossenen Räumen oder Wäldern, bei denen die Sichtverbindung zu Satelliten unterbrochen ist, oftmals versagen, bestand in den vergangenen Jahren ein hoher Bedarf an der Entwicklung von neuen Verfahren zur Positionseinschätzung. Reent Schlegel vergleicht drei aktuell in der Forschung hochrelevante Positionierungsverfahren, die auf Laufzeitmessungen von Signalen beruhen, die zwischen sich ortenden Knoten im Netzwerk gesendet werden.